Path: senator-bedfellow.mit.edu!bloom-beacon.mit.edu!spool.mu.edu!howland.erols.net!cam-news-hub1.bbnplanet.com!news.bbnplanet.com!cpk-news-hub1.bbnplanet.com!newsfeed.internetmci.com!demos!Gamma.RU!srcc!news.uni-stuttgart.de!news.urz.uni-heidelberg.de!german
From: dantefaq@dante.de (DANTE e.V., FAQ-Maintainer)
Newsgroups: de.comp.text.tex,de.answers,news.answers
Subject: TeX, LaTeX, DANTE e.V.: FAQ - Fragen und Antworten (Part 3 of 11)
Supersedes: <de-tex-faq-3-853343532@dante.de>
Followup-To: de.comp.text.tex
Date: 3 Feb 1997 11:28:00 GMT
Organization: DANTE, Deutschsprachige Anwendervereinigung TeX e.V.
Lines: 681
Approved: news-answers-request@MIT.EDU
Distribution: world
Expires: 20 Mar 97 12:27:57
Message-ID: <de-tex-faq-3-854969277@dante.de>
References: <de-tex-faq-1-854969277@dante.de>
Reply-To: dantefaq@dante.de (DANTE e.V., FAQ-Maintainer)
NNTP-Posting-Host: sun.dante.de
Mime-Version: 1.0
Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1
Content-Transfer-Encoding: 8bit
Summary: This posting contains a list of Frequently Asked Questions
         (and their answers) about the typesetting system TeX and
         about DANTE e.V., the german-speaking TeX users group.
         It is in German and uses the ISO Latin-1 character set.
Keywords: FAQ TYPESETTING TeX USERGROUP DANTE
Originator: german@sun.dante.de
Xref: senator-bedfellow.mit.edu de.comp.text.tex:285 de.answers:1031 news.answers:93721

Posted-By: auto-faq 3.3 beta (Perl 5.003)
Archive-name: de-tex-faq/part3
Posting-Frequency: monthly
Copyright-Notice: siehe Abschnitt 1.1/see Section 1.1
URL: http://www.dante.de/dante/dante-faq.html

		Fragen und Antworten (FAQ) über

		   das Textsatzsystem TeX und
		       ~~~~~~~~~~~~~~~~~~
	DANTE, Deutschsprachige Anwendervereinigung TeX e.V.
	~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

		 (Version 24 vom Februar 1997)

	    === Teil 3: Textsatzsystem TeX - Übersicht ==


3.1) Was ist TeX, METAFONT, TDS, ...?
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

3.1.1) Was ist TeX?

TeX ist ein Textsatzsystem, das von Prof. Dr. Donald E. Knuth
entwickelt wurde.
  Der Unterschied zu einer Textverarbeitung ist, daß hier Text nicht
nur verarbeitet, sondern auch gesetzt wird.  Dies wird z.B. durch das
tiefergestellte E in dem Logo von TeX symbolisiert.  Diese Möglichkeit
wird in dem vorliegenden Text durch das kleingeschriebene `e'
angedeutet.  Außerdem dient die Schreibweise TeX zur Unterscheidung
von TEX.
  Aussprache: TeX wird nicht so ausgesprochen, wie es geschrieben
wird!  Aufgrund der griechischen Wurzel `tau epsilon chi' spricht man
das `X' in TeX wie ein ch- oder k-Laut, niemals wie ein x-Laut.  Man
spricht: `tech' wie in Technik.
  Persönliche Informationen über Donald E. Knuth, über seine Pläne und
wichtige Hinweise für die Benutzer von TeX kann man auf Knuths
WWW-Seite

	http://www-cs-faculty.stanford.edu/~knuth/

finden.


3.1.2) Was ist METAFONT?

METAFONT ist wie TeX von Prof. Dr. Donald E. Knuth entwickelt worden.
Es erlaubt die Beschreibung einer Schrift oder einer Schriftfamilie
durch ein Programm, den sogenannten Meta-Font.  Aus diesem Meta-Font
kann METAFONT nach Wahl verschiedener Parameter Schriften generieren,
die TeX verwenden kann.
  Um mit TeX zu arbeiten, ist METAFONT nicht zwingend erforderlich.  Es
ist auch möglich, zum Beispiel mit PostScript-Schriften zu arbeiten.
TeX benötigt von einer Schrift nur die Maße der einzelnen Zeichen und
weiterer schriftabhängiger Parameter, wie beispielsweise die Breite
eines Wortzwischenraumes.  Diese Informationen entnimmt TeX einer
TeX-Font-Metric-(tfm)-Datei.
  MetaPost ist ein aus METAFONT abgeleitetes Programm zum Erstellen
von PostScript-Zeichnungen (siehe Abschnitt 9.1.4).


3.1.3) Worin besteht der Unterschied zwischen IniTeX und VirTeX
       bzw. zwischen IniMF und VirMF?  Was ist eine sogenannte
       Format-, was eine Base-Datei?

IniTeX und VirTeX sind beides Varianten des Programmes TeX, wobei
IniTeX Code für zusätzlich Initialisierungsroutinen und erweiterte
-datenstrukturen enthält, um beispielsweise Trennmusterdateien zu
laden und in kompakter Form wieder abzuspeichern oder eine Formatdatei
zu erzeugen.  IniTeX wird dazu verwendet, die TeX-internen
Datenstrukturen zu initialisieren -- daher der Name --, größere
Makropakete wie LaTeX, Schriftdateien und Trennmuster zu laden und in
einer kompakten, schnell wieder ladbaren Form in der sogenannten
Formatdatei abzuspeichern.  Formatdateien haben die Dateiendung `.fmt'
und den Vorgang, eine Formatdatei mit IniTeX zu erzeugen, nennt man
auch `ein Format dumpen'.
  Die zusätzlichen Routinen und Datenstrukturen sind beim normalen
Gebrauch von TeX nicht notwendig, so daß diese in der VirTeX-Variante
nicht vorhanden sind.  Dadurch kann man in VirTeX, dem `virgin' oder
jungfräulichem TeX, Speicherplatz sparen oder diesen für andere Zwecke
einzusetzen.  VirTeX wird in den meisten TeX-Implementierungen unter
dem Namen `tex' aufgerufen, IniTeX entweder als `initex' oder über
eine spezielle Kommandozeilenoption wie `tex -i' oder `tex -ini'.
  Analog zu IniTeX und VirTeX gibt es auch von METAFONT zwei
Programmvarianten namens IniMF und VirMF.  Statt Formatdatei heißt die
von IniMF erzeugte Datei Basedatei und besitzt die Dateiendung `.base'
(oder `.bas').
  Der Aufbau der Format- und Basedateien ist nicht standardisiert!  Er
ist sowohl von der Implementierung, von der TeX- und MF-Version als
auch für diesselbe TeX- und MF-Version von verschiedenen Compile-Zeit-
Parametern abhängig.  Diese Dateien sollen von TeX bzw. MF möglichst
schnell geladen werden können, so daß Implementierer hier betriebs-
system- und implementierungsabhängige Optimierungen vornehmen können.


3.1.4) Was ist eine dvi-Datei, was ist ein dvi-Treiber, was ist der
       DVI-Treiberstandard?

TeX erzeugt als wichtigste Ausgabe eine dvi-Datei.  Das Akronym `dvi'
steht für `DeVice-Independent', d.h. der interpretierte Inhalt dieser
Datei kann auf fast jedem möglichen Ausgabegerät ausgegeben werden.
Ein dvi-Treiber, ein spezielles Programm, liest eine dvi-Datei und
wandelt die in ihr enthaltenen Informationen in Steuerinformationen
für einen speziellen Drucker (z.B. in PostScript oder in PCL) oder zur
Anzeige am Bildschirm für ein spezieller Fenstersystem (wie X11) oder
Bildschirmtreiber.
  Besonders hervorzuheben ist an TeX, daß _jede_ TeX-Implementierung
für dieselbe Eingabe (also Dokument, verwendete Makros, Schriften,
Trennmuster, etc.) _unabhängig_ vom Ausgabegerät und dessen Auflösung
_immer_ dieselbe dvi-Datei erzeugt.  TeX wählt also immer denselben
Absatz- und Seitenumbruch und dieselbe Plazierung von Zeichen, Linien,
usw. auf der Seite.
  dvi-Dateien enthalten alle Informationen, die zum Ausdruck oder zur
Anzeige der erzeugten Seiten notwendig sind.  Jedoch sind in einer
dvi-Datei nicht die tatsächlichen Lettern der verwendeten Schriften
und das mit \special-Anweisungen eingebunde Material, wie Grafiken,
enthalten.  Diese müssen vom dvi-Treiber aus anderen Quellen, wie z.B.
pk-Dateien bei Schriften, gelesen und an das Ausgabegerät geschickt
werden.  dvi-Dateien verwenden die TeX-interne Zeichenkodierung.  So
liegt beispielsweise der Argumenttext einer \special-Anweisung in der
dvi-Datei als eine in ASCII kodierte Zeichenkette vor.
  Die dokumentierte Source des Programms `dvitype' dient gleichzeitig
als Referenzbeschreibung des dvi-Formats.  Eine bessere, weil mit den
Mindestanforderungen an einen dvi-Treiber versehene Referenz ist der

	DVI-Treiberstandard, Level 0

den man in CTAN: dviware/driv-standard/level-0/ finden kann.  In
diesem Standard findet man im Anhang neben einer Kopie der
dvi-Beschreibung aus `dvitype' noch die entsprechenden Beschreibungen
des tfm-, gf- und pk-Formates.  Weitere Papiere, Berichte, Vorschläge,
etc. findet man in CTAN: dviware/driv-standard/{papers,verification}/.


3.1.5) Wozu dienen Dateien mit Endung `.xyz'?

Die einzelnen Programme und TeX-Formate des Textsatzsystems TeX
verwenden sehr viele Dateien mit unterschiedlichen Endungen.  Damit
auch ein Anfänger relativ schnell einen Überblick erhält, folgt hier
eine Auflistung der häufigsten/wichtigsten Dateiendungen, sortiert
nach Programmen, TeX-Formaten und weitverbreiteten Implementierungen.

(plain-)TeX:

  .tex   Standarddateiendung für alle Arten von TeX-Eingabedateien,
         einige Makropakete wie LaTeX verwenden andere Endungen, um
         zwischen Dokument- und den notwendigen Makrodefinitions-
         dateien zu unterscheiden
  .fmt   TeX-Formatdatei (siehe Abschnitt 3.1.3)
  .dvi   TeX-Ausgabedatei, enthält formatiertes Dokument (siehe
         Abschnitt 3.1.4)

  .pool  `String-Pool'-Datei, wird von IniTeX oder IniMF benötigt
  .log
  .list  Protokolldatei eines TeX- oder MF-Laufs

METAFONT und Tools:

  .mf    MF-Eingabedatei
  .base  MF-Formatdatei (siehe Abschnitt 3.1.3)
  .tfm   MF-Ausgabe: TeX Font Metric (siehe Abschnitt 9.1.2)
  .*gf   MF-Ausgabe: `generic font' (siehe Abschnitt 9.1.2)
  .*pk   `packed raster' (siehe Abschnitt 9.1.2)
  .*pxl  `pixel' (siehe Abschnitt 9.1.2): veraltetes, durch
         `.*pk'-Dateien abgelöstes Font-Bitmap-Format

MetaPost:

  .mp    MetaPost-Eingabedatei
  .mem   MetaPost-Formatdatei (analog zu .fmt bzw. .base)

BibTeX:

  .bst   BibTeX-Style, enthält Anweisungen an BibTeX, wie die
         Literaturangaben aus der .bib-Datei in die .bbl-Datei
         geschrieben werden sollen
  .bib   BibTeX-Datenbank
  .blg   Protokolldatei eines BibTeX-Laufs
  .bbl   BibTeX-Ausgabe, meist in einer Form, die von LaTeX eingelesen
         werden kann

MakeIndex:

  .ist   MakeIndex-Style, enthält Anweisungen, wie aus den Einträgen
         in der .idx/.glo-Datei die .ind/.gls-Datei generiert werden
         soll
  .idx   Index-Datei, enthält die unsortierten Indexeinträge
  .ind   MakeIndex-Ausgabe: fertig erstellter Index
  .glo   Glossar-Datei, enthält analog zur .idx-Datei die unsortierten
         Glossareinträge
  .gls   MakeIndex-Ausgabe: fertig erstelltes Wörterverzeichnis/Glossar
  .ilg   Protokolldatei eines MakeIndex-Laufs

Texinfo (TeX-Format):

  .texi
  .texinfo
  .txi   GNU-Texinfo-Dokumentquelldatei

docstrip-Archive (nicht nur für LaTeX2e-Makropakete verwendbar):

  .dtx    docstrip-Archivdatei, kann mit dem in TeX geschriebenem
          Utility `docstrip' entpackt werden.
          (docstrip:  CTAN: macros/latex/base/docstrip.{dtx,ins})
          Historisch: Diese Archive hatten anfänglich die Endung .doc
  .ins    Instruktionsdatei zum Entpacken eines docstrip-Archivs;
          zum Entpacken reicht der Aufruf ``tex filename.ins'',
          näheres bitte der mitgelieferten Dokumentation entnehmen!
  .drv    `Treiber'-Datei, für einige .dtx-Dateien zur Formatierung
          der Dokumentation mit LaTeX verwendet

  .fdd    docstrip-Archiv der LaTeX2e-.fd-Dateien
  .mbs    docstrip-Archiv der Master-Bibliography-BibTeX-Styles des
          `custom-bib'-Pakets

LaTeX(2e) (TeX-Format):

  .aux	  Hilfsdatei, enthält Querverweise, etc.
  .toc	  Inhaltsverzeichnis
  .lof	  Verzeichnis der Abbildungen
  .lot	  Verzeichnis der Tafeln

  .ltx	  Dokumentquelldatei, alternativ zur Endung .tex
	  (auch für LaTeX2e-Kernel-Dateien)

  .cls
  .clo	  TeX-Eingabedatei mit Definitionen für die Dokumentenklasse
	  und der entsprechenden Klassen-Optionen

  .sty	  TeX-Eingabedatei mit Definitionen eines LaTeX2e-Pakets;
	  in LaTeX 2.09 wurde diese Endung sowohl für Styles (in 2e:
	  Klassen) als auch Style-Options (in 2e: Pakete) benutzt

  .fd	  TeX-Eingabedatei mit Font-Definition, enthält Tabellen, mit
	  denen die LaTeX2e-Spezifikation einer Schrift mittels
	  Encoding, Family, Series und Shape in den Namen einer
	  .tfm-Datei abgebildet wird.
	  Der Name der .fd-Datei besteht aus Encoding und Family.

  .def	  Runtime-Module des LaTeX2e-Kernels, die bei Bedarf geladen
	  werden (`latex209.def' für Kompatibilitätsmodus,
	  `slides.def' für SliTeX), ebenso für einige Pakete, wie
          beispielsweise für `inputenc', `fontenc' und `graphics'.

  .cfg	  TeX-Eingabedatei mit Konfigurationeninformation

  .ldf	  TeX-Eingabedatei mit der Language-Definition für eine
	  Sprache mit ihren Dialekten des babel-Pakets.
	  (Historisch: in älteren Babel-Versionen in .sty-Dateien)
 
TeX-Implementierungen und Gerätetreiber:

  .tcp	TeX-Code-Page-Definition (emTeX).
  .tcx  TeX-Code-Page-Definition (web2c v7.0, noch im Teststadium!)
  .enc  Encoding-Dateien für PostScript-Schriften (dvips)
  .map  Zuordnungstabellen für Fontnamen

Eine zwangsläufig unvollständige Liste von Dateiendungen kann man auch
im Buch `Der LaTeX-Begleiter' bzw. `LaTeX Companion' und im Buch
`Making TeX Work' (siehe Abschnitt 3.4.1) und in `The Components of
TeX' von Joachim Schrod (siehe Abschnitt 3.4.2) finden.


3.1.6) Was ist TDS, die `TeX Directory Structure'?

Hauptfunktion von TDS ist die Festlegung einer Grundstruktur für ein
TeX-System.  In dieser kann TeX samt Hilfswerkzeugen, Makropaketen,
Fonts, etc. systematisch geordnet -- und damit für _alle_
Installationen und Systeme gleich und einheitlich -- untergebracht
werden.  Somit können implementierungsunabhängige Teile beispielsweise
auch über NFS-Mounts oder von CD-ROM für alle Systeme zur Verfügung
gestellt werden.  Die von TDS festgelegte Grundstruktur ist offen,
kann also jederzeit für weitere Applikationen erweitert werden.
  Der TDS-Standard richtet sich primär an TeX-Systemadministratoren
und Personen, die TeX-Distributionen zusammenstellen.  Wenn Entwickler
eines TeX-Pakets von einer generell gültigen Verzeichnisstruktur
ausgehen können, kann auch die Installation eines Pakets leichter
automatisiert oder zumindest mit sehr präzisen Anweisungen versehen
werden.  Für Endbenutzer ist eine solche wohldefinierte Systemstruktur
ebenfalls von Interesse, wenn sie sich mit der Ausstattung des
Systems, das sie benutzen, näher vertraut machen wollen.
  Der aktuelle TDS-Vorschlag ist in verschiedenen Dateiformaten (DVI,
PostScript, HTML, Texinfo, etc.) in CTAN: tex-archive/tds/ zu finden.


3.1.7) Welche TeX-/METAFONT-/MetaPost-Version ist z.Zt. aktuell?

Mit Stand Mai 1996 sind die folgenden Versionen aktuell:

  TeX:		3.14159		(seit März 1995)
  plain.tex:	3.141592	(seit April 1996)

  MF:		2.718		(seit März 1995)
  plain.mf:	2.71		(seit Juni 1993)

  MetaPost:	0.631		(Oktober 1995)
  dvitomp.web:	0.63		(April 1995)
  plain.mp:	0.62		(Januar 1995)

  CM-Fonts:	--		(wichtige Änderungen 1992,
				 kleinere Änderungen März 1995)

Neue Versionen von TeX und METAFONT werden von Donald E. Knuth nur
noch in immer größer werdenden zeitlichen Abständen erstellt, so daß
man ältere Versionen auf alle Fälle durch die neueste Version ersetzen
sollte.
  Leider hat Knuth für die CM-Fonts keine Versionsnummer vergeben, so
daß es schwieriger ist, die Versionen mit den meist nur geringen
Änderungen auseinanderzuhalten.  Da Knuth umfangreichere Änderungen an
den CM-Fonts im Frühjahr 1992 durchgeführt hat, sollte man alle
älteren CM-Font-Versionen auf die neue Version bringen.  Erkennbar
sind die alten Versionen beispielweise am horizontalen Querstrich am
Fuß des großen kalligraphischen T `$\mathcal{T}$' (bzw `$\cal T$'),
der in der neuen Version fehlt oder an der rundlicheren, s-förmigeren
Form des kleinen Deltas `$\delta$', da in neueren Versionen der obere
Bogen nun etwas winkliger ausgeführt wurde.
  ACHTUNG: TeX-Pakete, wie emTeX, vergeben meist noch eine eigene
Versionsnummer für TeX und MF.  Man sollte die oben angegebene,
offizielle Versionsnummer nicht mit diesen verwechseln/vermischen.



3.2) Welche TeX-Formate gibt es?  Was ist LaTeX?
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

3.2.1) Was ist ein (TeX-)Format?

Das Programm TeX besteht aus einem Teil, mit dem Text und
mathematische Formeln gesetzt, Absätze umbrochen und alles zu Seiten
zusammenmontiert wird, und aus einem Makroprozessor.  Dieser
Makroprozessor stellt eine mächtige, wenn auch für die meisten eine
eher ungewohnte Programmiermöglichkeit dar, mit der man den sehr
einfachen Befehlssatz von TeX durch eigene benutzerfreundlichere
Makros ergänzen kann.  Einen abgeschlossenen Satz von solchen Makros
nennt man Format.  Eine Formatdatei ist eine mit IniTeX durch `Dumpen'
erzeugte Datei, die diese Makros enthält (siehe Abschnitt 3.1.3).
Meist wird der Formatname auch für das Programm VirTeX verwendet, wenn
man die zugehörige Formatdatei lädt, so daß man bei Verwendung des
Formatnamens diese Mehrdeutigkeit bedenken sollte.
  Ohne vom Benutzer definierte Makros besitzt TeX nur ca. 300
primitive `control sequences', davon sind ungefähr die Hälfte
Anweisungen, die andere Hälfte Parameter.  Für einen Autor sind diese
Anweisungen alleine zu einfach und dürftig, so daß es ratsam ist, als
Autor mächtigere und damit einfacher benutzbarere Anweisungen in Form
von Makros zu verwenden.


3.2.2) Was ist plain-TeX?

Donald E. Knuth hat für TeX ein Makropaket namens plain-TeX erstellt
und diese Makros im Buch `The TeXbook' beschrieben.  Dabei stellt
plain-TeX einen minimalen Satz an Makros dar, um TeX sinnvoll
verwenden zu können.  Zusätzlich enthält plain-TeX einige Makros, wie
`\beginsection' oder `\proclaim', die man als Beispiel für komplexere
Anweisungen ansehen kann.
  Wenn jemand sagt, daß er ``TeX programmiert'', so meint er
normalerweise, daß er in TeX und den plain-TeX-Makros programmiert.


3.2.3) Was ist LaTeX bzw. LaTeX2e?

LaTeX ist ein in den Jahren 1982-1986 von Leslie Lamport geschriebenes
Makropaket für TeX.  Es erlaubt dem Autor eines Dokuments, die
einzelnen Teile gemäß ihrer logischen Bedeutung, wie z.B.
`Überschrift', `Aufzählung', `Aufzählungspunkt' usw., zu markieren.
Anhand dieser Markierungen, dem sogenannten `Markup' oder der
Text-Auszeichnung, kann (La)TeX das Dokument unter Verwendung eines
vorgefertigten Layouts in Buchdruck-Qualität setzen und mittels
sogenannter Geräte-Treiber ausdrucken.
  Fast 10 Jahre war LaTeX in der Version 2.09 aktuell, wobei es in den
letzten Jahren immer mehr inkompatible Erweiterungen gab.  Seit dem
Juni 1994 ist LaTeX2e die aktuelle Version.  Diese wird regelmäßig im
Juni und Dezember jeden Jahres auf den neuesten Stand gebracht.


3.2.4) Was ist AMS-TeX, AMS-LaTeX und LAMSTeX?  Was sind die
       AMS-Fonts?

AMS-TeX ist ein in den Jahren 1983-1985 von Michael D. Spivak für die
American Mathematical Society (AMS) geschriebenes Makropaket, das auf
plain-TeX basiert.  Es erweitert plain-TeX um sehr viele für den
mathematischen Formelsatz notwendige Konstrukte.  Dieses Makropaket
wird im Buch `The Joy of TeX' von Michael Spivak (2.Auflage, AMS,
1990, ISBN 0-821-82997-1) beschrieben.
  Mit der weiteren Verbreitung von LaTeX entwickelt die AMS seit 1990
mehrere auf LaTeX basierende Makropakete, die unter dem Namen
AMS-LaTeX zusammemgefaßt werden.  Diese LaTeX-Pakete stellen einem
Autor einen Großteil der in AMS-TeX enthaltenen Konstrukte zur
Verfügung.
  LAMSTeX nennt sich Michael Spivaks Anpassung von AMS-TeX an LaTeX,
die jedoch nur einen sehr kleinen Nutzerkreis hat und nicht weit
verbreitet ist.
  Für den mathematischen Formelsatz fehlen den von Donald E. Knuth
erstellten Schriften weitere dringend notwendige Zeichen.  Diese
werden durch die AMS-Fonts zur Verfügung gestellt, die u.a. weitere
CM-Schriften, Euler-, `msam'-, `msbm'- und kyrillische Schriften
enthalten.


3.2.5) Was ist Texinfo?

Texinfo ist ein Dokumentationssystem, das zur Dokumentation der
GNU-Sofware verwendet wird.  Die Dokumentation wird dabei in einer
Quelldatei mit der Dateiendung `.texi' (oder `.txi' bzw. `.texinfo')
abgelegt, aus der einerseits sogenannte `info'-Dateien, ein on-line
mit dem GNU-Emacs oder der Programm `info' lesbarer Hypertext, erzeugt
werden kann.  Andererseits stellt die Quelldatei eine TeX-Datei dar,
die zur Formatierung mit TeX das Texinfo-Format benötigt.
  Texinfo basiert auf plain-TeX.



3.3) Welche TeX-Weiterentwicklungen gibt es?
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

3.3.1) Was ist TeX-XeT bzw. TeX--XeT?

Donald E. Knuth und Pierre MacKay entwickelten eine TeX-Erweiterung
namens TeX-XeT, die es erlaubt, Texte, die von links nach rechts
geschrieben werden, mit Texten, die von rechts nach links (Bsp:
arabisch, hebräisch) geschrieben werden, beliebig zu mischen.  TeX-XeT
erzeugt jedoch sogenannte ivd-Dateien, d.h. dvi-Dateien mit
zusätzlichen dvi-Codes, die von üblichen dvi-Treibern nicht verstanden
werden und damit zu Fehlern oder zum Abbruch des dvi-Treibers führen.
Diese ivd-Dateien benötigen daher spezielle dvi-Treiber oder sie
können mit dem Programm `ivd2dvi' in gewöhnliche dvi-Dateien
konvertiert werden.  Die TeX-Änderungen für TeX-XeT wurden in einem
Artikel in TUGboat 8, 1987 (S. 14-15) veröffentlicht.
  TeX--XeT ist eine TeX-XeT-Reimplementierung von Peter Breitenlohner.
Im Gegensatz zu TeX-XeT erzeugt TeX--XeT gewöhnliche dvi-Dateien, die
somit von jedem dvi-Treiber gelesen werden können.  Die neueste,
verbesserte Version von TeX--XeT ist in e-TeX Version 1 (siehe
Abschnitt 3.3.3) integriert.

TeX--XeT:  CTAN: systems/knuth/tex--xet/  (veraltet!)
ivd2dvi:   CTAN: dviware/ivd2dvi/


3.3.2) Was ist MLTeX?

MLTeX ist eine TeX-Erweiterung von Michael J. Ferguson, die es
ermöglicht, daß auch mit den üblichen CM-Schriften Trennmuster mit
akzentuierten Zeichen verwendet und damit Wörter mit akzentuierten
Zeichen getrennt werden können.  In Standard-TeX ist dies nicht
möglich, da es notwendig ist, daß die verwendete Schriften diese
akzentuierten Zeichen enthalten (siehe Abschnitt 5.3.1).  In MLTeX
wird vorgegaukelt, daß die akzentuierten Zeichen in den Schriften
existieren, diese aber dann durch sogenannte `character
substitutions', die mit dem neuen Primitiv \charsubdef definiert
werden, durch tatsächlich in der Schrift vorhandene Zeichen
zusammengebaut.  Bei Verwendung von T1-kodierten Schriften, wie
z.B. die EC-Schriften, ist MLTeX nicht mehr notwendig.
  MLTeX hat sich aus verschiedenen Gründen hauptsächlich im
französischsprachigen Raum verbreitet.  Aktuell ist Version 2.2 vom
Dezember 1995.  Ältere Versionen haben verschiedene Programmfehler,
die u.a. zu Problemen führen, falls MLTeX mit nichtlateinischen
Schriften (z.B. mit ArabTeX) verwendet werden.  Mit `mltextst.tex'
gibt es eine Testdatei, um eine MLTeX-Implementierung auf die
bekannten Fehler zu testen.

MLTeX:         CTAN: systems/generic/mltex/
mltextst.tex:  CTAN: systems/generic/mltex/mltextst.tex


3.3.3) Was ist Omega, NTS, e-TeX?

TeX, METAFONT und die anderen Programme von Prof. Knuth wurden von ihm
in ihrem jetzigen Zustand eingefroren.  Es werden nur noch Fehler
entfernt, jedoch wird es keine grundlegenden Änderungen und
Weiterentwicklungen dieser Programme geben.  Momentan gibt es zwei
Gruppen, die die Weiterentwicklung des Textsatzsystems TeX zum Ziel
haben.
  `Omega' wird von John Plaice und Yannis Haralambous entwickelt und
ist Anfang Dezember 1995 in einer zweiten Version veröffentlicht
worden.  Als Basis von Omega dient der Quellcode von TeX und METAFONT,
wobei beide Programme um die Möglichkeit erweitert wurden, intern
Zeichen in UNICODE zu repräsentieren (pro Zeichen 16 bit statt 8 bit).
Durch die Verwendung von UNICODE und von sogenannten Ein- und Ausgabe-
Filtern wird eine Anpassung an verschiedene Sprachen sehr einfach.  So
kann beispielsweise durch Wahl von entsprechenden Filtern ein Dokument
sehr einfach in arabischer Schrift gesetzt werden, in der ein
einzelnes Zeichen abhängig vom Kontext in bis zu vier möglichen
Darstellungen gesetzt wird.
  `NTS' (oder das `New Typesetting System') wird von der NTS-Gruppe
unter Leitung von Phil Taylor geplant.  NTS ist eine radikale
Neuentwicklung eines Textsatzsystems, das jedoch weiterhin einen
TeX-Kompatibilitätsmodus haben wird.  Die Realisierung von NTS ist
langfristig über mehrere Jahre angelegt, da hierzu größere Ressourcen
notwendig sind und erst beschafft werden müssen.  Daher existiert NTS
momentan nur als Konzept und eine Liste von Anforderungen und
Erweiterungswünschen.
  In der Zwischenzeit wird unter dem Namen `e-TeX' (extended/enhanced
TeX) von der NTS-Gruppe TeX um dringend benötigte Erweiterungen
ergänzt, wobei dies im Rahmen und natürlich auch den Beschränkungen
der aktuellen TeX-WEB-Source geschieht.  Bei dieser Erweiterung ist
ein wichtiges Ziel von e-TeX, weiterhin 100% kompatibel zu TeX zu
bleiben, solange die Erweiterungen nicht benutzt werden.  Die erste
Version von e-TeX wurde im Oktober 1996 auf der Mitgliederversammlung
von DANTE e.V. in Hamburg veröffentlicht.  Fertig benutzbare
Implementierungen dürften in den nächsten Wochen verfügbar werden.

Omega:  CTAN: systems/omega/
e-TeX:  CTAN: systems/e-tex/



3.4) Literatur
~~~~~~~~~~~~~~

*3.4.1) Bücherliste

Es wird hier nur eine kleine Auswahl von hauptsächlich
deutschsprachigen Büchern vorgestellt.  Am besten selbst in der
Bibliothek oder Buchhandlung schmökern, was für einen das Beste ist.

Detig, Christine: Der LaTeX Wegweiser.
  Int'l Thompson Publ., 1997, ISBN 3-8266-0256-0, DM 29,80
  Anm.: leichtverständliche Einführung in LaTeX2e mit den wichtigsten
        LaTeX-Erweiterungspaketen und Hilfswerkzeugen, für Anfänger

Abdelhamid, Rames: Das Vieweg LaTeX2e Buch.
  Vieweg Verlag Wiesbaden 1995, ISBN 3-528-25145-X, DM 39,80
  Anm.: für Anfänger

Lamport, Leslie: Das LaTeX Handbuch.
  Verlag Addison-Wesley, 1995, ISBN 3-89319-826-1, DM 69,90
  Anm.: _die_ LaTeX(2e)-Referenz, für Anfänger

Goossens, Michel u.a.: Der LaTeX-Begleiter.
  Verlag Addison-Wesley, 1995, ISBN 3-89319-646-3, DM 79,90
  Anm.: Tips, Tricks, viele LaTeX(2e)-Makropakete,
        für Fortgeschrittene und fortgeschrittene Anfänger,
        aufgrund des Titelbildes das sog. `Bernhardiner-Buch'

Goossens, Michel; Rahtz, Sebastian: The LaTeX Graphics Companion
  (englisch). Verlag Addison-Wesley-Longman, 1997, ISBN 0-201-885469-4
  (für März 1997 angekündigt, spätere Übersetzung möglich)

Schwarz, Stefan; Potucek, Rudolf: Das TeXikon - Referenzhandbuch für
  TeX, LaTeX und LaTeX2e.
  Verlag Addison-Wesley, 1997, ISBN 3-89319-690-0, DM 69,90
  Anm.:

Heilmann, Axel: LaTeX-Vademecum, Ein Kompaktführer für Einsteiger
  und Fortgeschrittene. Verlag Springer, ISBN 3-540-60522-3, DM 38,--
  Anm.: kleines und praktisches Nachschlagewerk, kann und will nicht
        den LaTeX-Begleiter ersetzen, ist aber eine gute Ergänzung

Dietsche, Luzia; Lammarsch, Joachim: LaTeX zum Loslegen.
  Springer-Verlag,  1994, ISBN 3-540-56545-0, DM 39,--
  Anm.: Schnellkurs in LaTeX 2.09, für Anfänger

Wonneberger, R.: Kompaktführer LaTeX.
  Verlag Addison-Wesley, 1993, ISBN 3-89319-589-0, DM 29,80
  Anm.: Name sagt alles, LaTeX 2.09, für den knappen Geldbeutel

Sowa, Friedhelm: TeX/LaTeX und Graphik, ein Überblick über die
  Verfahren. Springer-Verlag,  1994, ISBN 3-540-56468-3, DM 39,--
  Anm.: der `Nothelfer', wenn es um TeX und Graphik geht

Schwarz, Norbert: Einführung in TeX.
  Verlag Addison-Wesley, 1991, ISBN 3-89319-345-6, DM 69,--
  Anm.: TeX & plain-TeX, kein LaTeX(!), für Fortgeschrittene

Kopka, Helmut: LaTeX, Band 1: Einführung.
  Verlag Addison-Wesley, 2., überarbeitete Auflage, 1996,
  ISBN 3-8273-1025-3, DM 69,90
  Anm.: Ab der 2. Auflage auch LaTeX2e, im Anhang gute
        Befehlsübersicht, für Anfänger

Kopka, Helmut: LaTeX, Band 2: Ergänzungen.
  Verlag Addison-Wesley, 1994, ISBN 3-89319-665-x, DM 69,90
  Anm.: Name sagt alles, enthält LaTeX2e-Einführung

Kopka, Helmut: LaTeX, Band 3: Erweiterungen.
  Verlag Addison-Wesley, 1996, ISBN 3-89319-666-8, DM 69,90
  Anm.: Interna von LaTeX2e und 2.09 sowie Low-Level-TeX-Befehle

Kopka, Helmut und Daly, Patrick W.: A Guide to LaTeX2e  (englisch).
  Verlag Addison-Wesley, 2. Aufl., 1995, ISBN 0-201-42777-X, ca. DM ???
  Anm.: Englische Übersetzung des ``Kopka'' mit vielen Überarbeitungen
        und Anpassungen für englischsprachige Benutzer

Walsh, Norman: Making TeX Work  (englisch).
  Verlag O'Reilly&Associates Inc., 1994, ISBN 1-56592-051-1, ca. DM 60,--
  Anm.: Gute Einführung und Übersicht; Fundgrube für Tools, Makro-
        pakete, Schriften; teilweise mit genauerer Beschreibung

Hinweise: Als LaTeX-Anfänger sollte man sich ein ausführliches
Lehrbuch (z.B. `Detig', `Abdelhamid', `Lamport', `Kopka'/Band 1,
`Kopka/Daly') besorgen.  Frei verfügbare LaTeX2e-Kurzbeschreibung
(siehe Abschnitt 3.4.2) oder eine der einfacheren Einführungen oder
Übersichten (z.B. `Dietsche/Lammarsch', `Heilmann', `Wonneberger')
reicht einigen Anfängern mit Computer-Vorkenntnissen eventuell auch
aus.  Sobald man als LaTeX-Anwender die ersten Schritte gemacht hat,
ist der `LaTeX-Begleiter' und, wenn erschienen, der `LaTeX Graphics
Companion' eine wahre Fundgrube.  Muß oder will man sein eigenes
TeX-System selbst installieren und verwalten, gibt der wenn auch
mittlerweile veraltete `Walsh' eine gute Erklärung und Übersicht der
einzelnen Teile des Textsatzsystems TeX und darüberhinaus viele
Hinweise und eine Auswahl, was es sonst noch an Umgebungen,
Hilfsprogrammen, Schriften etc. gibt.
   Das Standardwerk für TeX-Anfänger und alle Makroautoren ist Knuths
`TeXbook', das man sich auch zulegen sollte, wenn man zuerst mit Hilfe
des in Deutsch geschriebenen `Schwarz (N.)' einsteigen will.


3.4.2) Frei verfügbare (La)TeX- und METAFONT-Einführungen

Diese Dokumente sind von den Autoren als (La)TeX-Eingabedateien auf
CTAN zur freien Verfügung gestellt worden.  Sie finden diese und
weitere Dokumente meist im Directory ``info/'' auf CTAN.  Folgende
Liste stellt eine kleine Auswahl dar:

Knappen, Jörg; Partl, Hubert et.al: LaTeX2e-Kurzbeschreibung
  CTAN: info/LaTeX2e-Kurzbeschreibung/
  Anm.: zum Einstieg in LaTeX(2e) völlig ausreichend, für Anfänger

Partl, Hubert; Kielhorn, Axel: Layout-Änderungen mit LaTeX
  CTAN: macros/latex/contrib/supported/refman/
  Anm.: Wie verändere ich X? Anhand von Beispielen aus `refman.sty'

Schrod, Joachim: The Components of TeX (englisch)
  CTAN: info/components-of-TeX/
  Anm.: Übersicht über die Teile und der von diesen Teilen angefaßten
        Dateien eines TeX-Systems

Warbrick, Jon: Essential LateX (englisch)
  CTAN: info/latex-essential/
  Anm.: LaTeX 2.09, ganz kurz gefaßt.

Doob, Michael: A Gentle Introduction to TeX (englisch)
  CTAN: info/gentle.tex
  Anm.: Kurzbeschreibung von TeX, nicht LaTeX!

Tobin, Geoffrey: METAFONT for Beginners (englisch)
  CTAN: info/metafont-for-beginners.txt
  Anm.: Enthält das Wichtigste, um mit METAFONT aus vorhandenen
        mf-Sources Fonts zur Nutzung mit TeX zu generieren.

Reckdahl, Keith: Using EPS Graphics in LaTeX2e Documents (englisch)
  CTAN: info/epslatex.ps
  Anm.: Was Sie schon immer über die Einbindung von Encapsulated-
        PostScript-(EPS)-Bildern, BoundingBox, die Benutzung des
        `graphics'-Pakets und weiterer LaTeX-Umgebungen und -Pakete
        wie `PSfrag' wissen wollten.


*3.4.3) Typographie-Bücher

Tschichold, Jan: Erfreuliche Drucksachen durch gute Typographie:
  eine Fibel für jedermann.
  Maro-Verlag, Augsburg, 2. Auflage 1992, ISBN 3-87512-403-0, DM 32,--
  Anm.: allgemeiner Überblick, Elementarkenntnisse

Tschichold, Jan: Ausgewählte Aufsätze über Fragen der Gestalt des
  Buches und der Typographie.
  Birkhäuser-Verlag, Basel, 1975, ISBN 3-7643-1946-1
  Anm.: Eines der wichtigsten Bücher über typographische Prinzipien
        beim Buchsatz, Sammlung von Tschicholds `klassischen' Artikel

Tschichold, Jan: Die neue Typographie.
  Brinkmann und Bose, 3. Auflage 1995, ISBN 3-922660-23-1, DM 80,--

Aicher, Otl: Typographie.
  Ernst-Verlag, Lüdenscheid, 1988, ISBN 3-433-03090-6

Spiekermann, Erik: Ursache & Wirkung: ein typografischer Roman.
  Verlag H. Schmidt, Mainz, faksimilierte Nachdruck, 1994,
  ISBN 3-87439-307-0, DM 38,--

Sauthoff, Daniel u.a.: Schriften erkennen: eine Typologie der
  Satzschriften für Studenten, Grafiker, Setzer, Kunsterzieher und
  alle PC-User.
  Verlag H. Schmidt, Mainz, Neuausgabe, 1996,
  ISBN 3-87439-373-9, DM 24,80
  Anm.: Grundlage, Geschichte und einfacher Einstieg in die
        Klassifikation von Schriften

--- DE-TeX-FAQ Ende Teil 3 ---
